29. Januar 2019
SKJ-Mitglied stellte seine Tidenuhr auf der „Boot Düsseldorf“ vor

 

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Seit mehr als zehn Jahren ist die Insel Juist der Lebensmittelpunkt des Künstlers Friedrich Fäsing, hier kennt man ihn vor allem als Maler in seinem „Studio Güst“. Er hat sich besonders auf das Malen von Wasserfahrzeugen spezialisiert, und neben zahlreichen SKJ-Mitgliedern haben auch anderen Wassersportler und Gastlieger bei ihm ihre Boote malen lassen. Weniger bekannt ist hingegen, dass er auch als Tüftler und Erfinder aktiv ist. Zusammen mit der weltweit bekannten Uhrenfabrik Wempe wurde nun eine von ihm konstruierte Tidenuhr gefertigt und im Januar auf der Bootsmesse „Boot Düsseldorf“ einem großen Publikum vorgestellt. Natürlich stilecht, denn selbstverständlich trug Fäsing, der als Hallenwart vom SKJ auch im erweiterten Vorstand tätig ist, natürlich ein Poloshirt mit Schriftzug und Stander von seinem Verein.

Die Wempe Glashütte I/SA Zeitmeister Sport Tiden Automatik stellt eine Weltneuheit dar. „Noch nie war eine Tiden-Armbanduhr so nutzerfreundlich bedienbar und einfach abzulesen“, so das Statement von Wempe zur Ankündigung des neuen Zeitmeister-Modelles. Dafür sorgt eine neu entwickelte und patentierte Drehlünette mit Tidenanzeige. Sie informiert über die nächsten Hoch- und Niedrigwasserstände der Gezeiten. Auf der Keramiklünette ist eine Dreieck-Markierung mit „HT” (High Tide) für Hochwasser dargestellt, gegenüber liegt eine zweite mit „LT” (Low Tide) für Niedrigwasser. Dazwischen verteilen sich Stundenmarker, welche die verbleibende Zeit bis zur nächsten Flut anzeigen – maximal beträgt sie sechs Stunden und zwölf Minuten.

Um die Tidenuhr einzustellen, entnimmt man aus einem Gezeitenkalender die genaue Uhrzeit für das Hochwasser am gewünschten Ort. Die Lünette wird dann mit der Hochwasser-Markierung auf die entsprechende Uhrzeit gedreht. So lässt sich schnell über den Stundenzeiger auf der Lünette ablesen, wie weit man vor oder nach Hochwasser ist. Die mit einem Minus versehenen Zahlen auf der Lünette geben die Stunden vor dem Hochwasser an, die Zahlen ohne Minus die Stunden danach.

Als begeisterter Sportbootfahrer hat Friedrich Fäsing stets mit den Tücken der Gezeiten zu kämpfen. Er wollte unterwegs nicht ständig den Gezeitenkalender checken, und die bisherigen Armbanduhren mit Tidenfunktion konnten ihn nicht überzeugen. Stattdessen kaufte er sich eine Taucheruhr mit Drehlünette, konstruierte darauf einen eigenen Tidenring und ließ sich seine Idee beim Deutschen Patent- und Markenamt schützen.

Wempe Glashütte setzte Fäsing seine Idee dann in ein sehr hochwertiges Produkt um. Neben einem bewährten Schweizer Automatikwerk hält das Gehäuse einem Druck von 30 bar stand. Um die Herkunftsbezeichnung Glashütte auf dem Zifferblatt führen zu dürfen, wird das Kaliber in der Produktion im sächsischen Glashütte montiert und mittels einer eigens konstruierten Feinregulierung optimiert. Mit einer mittleren Gangabweichung von nur zwei Sekunden pro Tag arbeitet das Uhrwerk derart präzise, dass es die strenge deutsche Chronometerprüfung nach DIN 8319 bestanden hat. Somit darf sich diese Uhr auch „Chronometer“ nennen.

Die Zeitmeister Sport Tiden Automatik ist ein Ausnahmeobjekt für Wassersportler wie auch ein zuverlässiges Präzisionsinstrument für Profis wie Berufsschiffer und Fischer. Billig ist die neue Uhr indes nicht, der unverbindliche Verkaufspreis liegt bei 2.575 Euro. Fäsing ist in jedem Fall froh, dass seine Idee nun zu einem marktfähigen Produkt wurde. Dem Thema Tide bleibt er indes treu: „Ich arbeiten an einem Buch mit vielen Zeichnungen, wo alt und jung alle Zusammenhänge von Ebbe und Flut anschaulich und verständlich erklärt werden.“

Wer sich für die Uhr interessiert, findet eine ausführliche Beschreibung mit allen technischen Daten auf der Seite des Online-Magazins „Neue Uhren“ unter https://www.neueuhren.de/wempe-zeitmeister-sport-tiden-automatik/



TEXT: STEFAN ERDMANN / FOTOS: MESSE DÜSSELDORF/ctillmann

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